Nachbau?  "Ja"  oder  "Nein"

 

Ein zeitweise sehr kontrovers geführtes Thema unter den Telefonsammlern.

Von grundsätzlich nein, über gekennzeichnete Einzelteile ja, bis hin zum Nachbau eines kompletten Apparates. Wo sollte die Grenze liegen?

Einerseits ist es schön, einen seltenen Apparat wieder zum Leben erwecken zu können, andererseits ist es ja gerade das Tolle, ein Telefon zu besitzen, welches es nur noch so und so oft gibt. Für den einen ist es ärgerlich, wenn auf einmal ein weiterer Apparat auftaucht, für den anderen dafür um so schöner ein weiteres gesuchtes Telefon in seiner Sammlung zu besitzen.

Betrachten wir uns mal die Autofreaks. Die meisten Oldtimer sind geschweißt, gespachtelt und neu lackiert. Die Zubehörfirmen fertigen sämtliche Teile nach. Angefangen von den Reifen, Bremsbeläge bis........Hier wäre die Nachfertigung garnicht weg zu denken. Das wäre das Ende des Oldtimerhobbys.

Betrachten wir mal die Militariasammler. Da werden Orden, Koppelschlösser, ja ganze Uniformen in riessigen Mengen nachgebaut und meist sogar als Orginale verkauft.

Bei unserem Sammelgebiet ist wenigstens der Nachbau meist schon so teuer bzw. sogar teurer als das Orginal. Ich selbst hab mir vor kurzem einen 3/4 Schlagring-Nummernschalter nachbauen lassen, der am Ende fast 1000 Euro und jede Menge Ärger gekostet hat.

Meiner Meinung nach, sollten aber nur Teile nachgefertigt werden, die man als Orginal wirklich nicht mehr kriegen kann. Die werden dann auch in solchen Mengen hergestellt, daß Sie vom Preis her an das Orginal kommen bzw. Teile die dringend notwendig sind. Z.B. die Nummernschalterklammer für den Nickelhochständer. Wie soll man sonst den Nummernschalter am Gerät befestigen? Mit Klebeband? Und wie sieht es mit einem völlig verrosteten Apparat aus? Soll der nicht besser abgeschliffen und neu lackiert werden, bevor er völlig durchrostet?

Rückbau? Ok. Hier muß ich zugeben, hatte ich auch etwas Bauchschmerzen. Ich selbst habe bis heute zwei Telefone zurückgebaut. Und zwar handelte es sich hierbei um den Schwabing Tisch und Schwabing Wand. Die Einzelteile waren größtenteils vorhanden. Die Gehäuse mußten aber doch erheblich geändert werden, was mir auch die meisten Schmerzen und Bedenken bereiteten. Rückbau? Eigentlich sind es ja am Ende doch wieder die Apparate, die es doch einmal waren oder nicht. Ok. ist meine Meinung. Aber ich werde es auch bei den Beiden belassen. Denn wie bereits erwähnt, sind die Geräte am Ende so teuer geworden, wie sie orginal kosten würden, wenn man sie erwerben könnte und das ist eben der Knackpunkt. Oder wo findet man einen Schwabing Tisch? Von dem Gedanken einen 86 er wieder in einen 81 er zurück zu bauen, bin ich nun abgekommen. Hier ist doch erheblich mehr zu ändern. Alleine schon zwei Siemens-Hanteln abzuändern, die Verkabelung, das Versetzen des Hakenumschalters, das ändern des 89 er Weckers, und nicht zuletzt das Gehäuse. Aus Schluß. Projekt beendet.

Bleibt noch das Thema der Kennzeichnung der nachgefertigten Teile. Wie steht ihr dazu? Ich bin zwar nicht dafür, könnte aber damit auch leben.

Und nun macht Euch mal Gedanken. Würde mich über ein Feedback freuen.

Hier mal ein paar Bilder vom zurück gebauten Schwabing Tisch.

 

 

 

 

Rückbau eines bayr. OB 08 zum ehemaligen Schwabing Tisch

 

 

Rückbau eines bayerischen M 25 zum ehemaligen Schwabing Wand

 

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